Category: Uncategorized

Folgende Erklärung übergaben wir beim heutigen Treffen Vertretern der Stralsunder Bürgerschaft.

Eingeladen hatten wir zu dieser Informationsveranstaltung Oberbürgermeister Badrow, den Präsidenten der Bürgerschaft Herrn Zimmer sowie alle Fraktionen aus Stralsund.

ZDF Neuendorf 2

Neuendorf, 26. Mai 2013

Der Einladung sind leider nur Vertreter “Die Linke”, Forum, BfS gefolgt. Die Parteien CDU, SPD und FDP haben es leider vorgezogen, nicht mit uns und ihren Wählern, über eine Lösung des Problems zu reden.

Von der Insel Hiddensee waren der Bürgermeister Thomas Gens und Gemeindevertreter Axel Hansow zugegen. (weiterlesen …)

Logo

Bürgerschaft der Hansestadt Stralsund

persönliche Einladung für

Herr Rolf-Peter Zimmer

Postfach 2145

18408 Hansestadt Stralsund

Neuendorf, den 24.04.2013

Einladung

 

 

Sehr geehrter Herr Zimmer,

 

hiermit möchten wir Sie, Herr Zimmer,

im Namen aller Einwohner von Neuendorf auf Hiddensee,

der Gemeindevertretung der Insel Hiddensee und des Bürgermeisters, Herrn Gens,

sowie des Kirchgemeinderates der Insel Hiddensee und des Pastors Herrn Dr. Glöckner

zu einer Informationsveranstaltung recht herzlich nach Neuendorf auf Hiddensee einladen.

 

Am Sonntag, den 26.05.2013, möchten wir uns mit Ihnen im Feuerwehrgebäude von Neuendorf um 11°° Uhr treffen.

Bei einem anschließenden Dorfrundgang können Sie sich selbst ein Bild von den örtlichen Gegebenheiten und der gegenwärtigen Grundstückssituation in Neuendorf machen.

Wir möchten Sie bitten, unsere Einladung anzunehmen und Ihren Besuch bis 22.05.2013 zu bestätigen.

 

Mit freundlichen Grüßen, der Vorstand der IG „Grundstücksfragen“ e.V.

 

 

Vorsitzender, Siegfried Siebler                  Stellvertreter,  Claas Leschner

Der Verein IG „Grundstücksfragen“ e.V. hat zur Vollversammlung eingeladen.

 

Die Mehrheit der Mitglieder war anwesend, zu Gast waren Herr Rechtsanwalt Struck und der Bürgermeister Herr Gens. Ein wichtiger Programmpunkt war die Analyse der derzeitigen Situation im Bezug auf die laufenden Gerichtsverfahren.

Herr Rechtsanwalt Struck hat über den Verlauf des letzten Berufungsverfahrens vor dem Landgericht in Stralsund berichtet.

Herr Struck meinte, dass der Vorsitzende, Herr Richter Dr. Jaspersen, sich intensiv mit dem Fall beschäftigt hat und die Bewertung aus der ersten Instanz nicht 1:1 übernommen hat. Vor allem der Argumentation von Stralsund ist er nicht gefolgt.

So wird von den Vertretern der Stadt immer behauptet, dass die Neuendorfer ein Interesse am Land der Stralsunder haben und deswegen der Bodenwert auch hoch sein müsse.  Dr. Jaspersen meinte vielmehr, dass persönliches Interesse gerade keinen Einfluss auf den Bodenwert hat,  sondern allein der Marktwert darüber entscheidet.

Da es sich in unseren Fällen um Arrondierungsflächen handelt, das sind kleine Splitterflächen, die nur der Hausgrundstückseigentümer kaufen würde, gibt es dafür auch keinen Markt, der Wert dieser Flächen ist nur sehr gering.

Das steht im Widerspruch zu den Behauptungen der Stadtverwaltung, dass der Preis von 80,-€/m² eine unterste Grenze wäre. Auch wird immer behauptet, dass es eine Gleichbehandlung aller Landpächter aus Stralsunder Sicht geben müsse.

Dies ist sicher richtig!

Nicht richtig ist indes,

dass bebaubare und erschlossene Grundstücke, wie sie von der Stadt normaler Weise verpachtet werden, mit kleinen unbebaubaren, für dritte nutzlosen Splitterflächen verglichen werden und dabei von Gleichbehandlung gesprochen wird.

Auch Herr Struck hat in den vielen Verfahren, in denen er uns vertreten hat festgestellt, dass die Verwaltungsangestellten der Hansestadt diese Problematik nicht objektiv, sondern mit persönlichen Befindlichkeiten behandeln.

 

Herr Gens hat daraufhin nochmals betont, dass nicht die Verwaltungsangestellten aus Liegenschfts-  und Ordnungsamt der Stadt die Besitzer der Grundstücke sind, sondern allein die Bürgerschaft der Hansestadt Stralsund.

 

In der anschließenden Diskussion wurde die Versammlung informiert, dass der Verein alle Stadtvertreter nach Neuendorf zu einem Informationsgespräch eingeladen hat. Wir werden den Dialog auch weiterhin suchen!

Am 26.05. wollen wir ihnen ihre Fragen beantworten und in einem Dorfrundgang die örtlichen Gegebenheiten nahe bringen.

Wir sind sicher, dass viele Leute nicht wissen, worum es in dieser Auseinandersetzung geht! Deswegen hoffen wir, dass viele Stadtvertreter unserer Einladung folgen werden.

 

Zum Schluss der Versammlung wurde einstimmig beschlossen, dass wir unsere Arbeit weiterführen und dass der Vorstand für weitere drei Jahre im Amt bleibt.

 

Im Anhang findet ihr eine Kopie der Einladung zu Infoveranstaltung.

Wenn ihr uns helfen wollt, fordert die Bürgerschaftsmitglieder auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und die Blockadehaltung der Stadtverwaltung nicht mit zu tragen.

 

Claas

  • 1757 kaufte der Stralsunder Kaufmann, Ulrich Giese die Insel Hiddensee.
  • 1800 wurde Hiddensee dann an den Hauptmann v. Bagewitz verkauft.
  • Nach der Reformation 1525 wurde das „Kloster zum Hlg. Geist“ in Stralsund in eine städtische Einrichtung unter gleichem Namen umgewandelt.
  • So kaufte die Verwaltung des Klosters und damit die Stadt Stralsund im Jahre 1836 die Insel Hiddensee für 68.000 RM von dessen Erben.

 

Zu dieser Zeit verkaufte die Stadt ihrerseits einzelne Parzellen an Einwohner der Insel.

Den Neuendorfern wurden Baugrundstücke verkauft, die nicht größer waren als der Grundriss der Gebäude. Dazu kleine Ackerflächen und Weideland. Darüber hinaus benötigtes Weideland und die Flächen zwischen den Häusern hat ihnen die Stadt mit einem langfristigen Pachtvertrag 1867 gemeinschaftlich verpachtet.

Der Pachtvertrag ließ auch zu, dass auf diesen Flächen Heu, Holz, Hausrat gelagert und fundamentlose Schuppen errichtet werden durften.

Diese Mischnutzung aus Eigentum und Pacht wurde bis 1945 praktiziert, 1921 und 1935 gab es Anfragen der Neuendorfer  zum Landkauf, diese wurden von der Stadt abgelehnt.

1945 wurde die Bodenreform in Neuendorf nicht durchgeführt, es blieb bei den alten Verhältnissen. Das Land wurde in Volkseigentum umgewandelt und war an privat nicht verkäuflich.

1972 wurde der gemeinschaftliche Pachtvertrag von 1867 durch die DDR-Führung für ungültig erklärt, das Land wurde vom VeG Ummanz bewirtschaftet, die private Viehhaltung musste aufgegeben werden. Alle zu DDR-Zeiten errichteten An- und Neubauten wurden mit staatlicher Genehmigung auf Volkseigenem Land errichtet.

Nach der Wiedervereinigung ist die Stadt Stralsund und die Gemeinde Insel Hiddensee zum jeweils hälftigen Eigentümer dieser Grundstücke geworden. Die Neuendorfer haben 1991 die von ihnen genutzten Grundstücke von der Gemeinde Hiddensee gepachtet. Der Pachtzins war an die Einkommensverhältnisse angepasst und betrug  0,50 M / m² , heute 26 Cnt.

2007 wurden auch diese Verträge, wieder einseitig, von der Stadt Stralsund gekündigt. Es sollten höhere Pachtzinsen mit neuen Verträgen durchgesetzt werden. Die von Stralsund angebotenen Pachtverträge hätten die Neuendorfer Hausgrundstücksbesitzer aller Rechte enthoben!

Die Neuendorfer haben sich seit der Wiedervereinigung bemüht das von ihnen genutzte Land zu kaufen,    ergebnislos.

Das  Modrow-Gesetz, das Sachenrechtsbereinigungs-Gesetz, nichts trifft für uns zu und die Pachtverträge der Stadt geben uns keine Sicherheit für die Zukunft

Die Stadt will erreichen:

  • Dass Pachten entrichtet werden, die sich an den Verkaufspreisen für Grund und Boden orientieren (Wert-Gutachten, weil kein Verkauf, Wert = 125,-€/m²) und spekuliert darauf, dass der Preis steigt.
  • Grundstücke, die auf Hiddensee verkauft werden, sind teilweise Spekulationsobjekte und treiben die Pachtzinsen in die Höhe!
  • Wenn die Pacht nicht wie gefordert gezahlt wird, wird vor Gericht die Pfändung angestrebt, dies kann bis zur Zwangsversteigerung unser Grundstücke und Häuser führen. Damit wird eine Vertreibung der Einheimischen Bevölkerung billigend in Kauf genommen!

Die Neuendorfer wollen erreichen:

  • Die genutzten Grundstücke zum Gutachterpreis zu kaufen um Kindern und Enkeln eine Lebensgrundlage im Dorf zu ermöglichen.

072

Dringlichkeitsantrag des Bürgermeisters Thomas Gens an die Gemeindevertretung am 17.4.2013. Wir sind erleichtert, dass dieser Antrag beschlossen worden ist. Hier im Wortlaut:

Eine Dringlichkeit ist gegeben, da der Antrag der Interessengemeinschaft Neuendorf nach Erstellung der Tagesordnung eingegangen ist, aber eine Entscheidung im Vorfeld der Sitzung der Bürgerschaft Stralsund sofort getroffen werden sollte. (weiterlesen …)

Die Online Petition Pro Neuendorf ist bis zum 30.06.2013 verlängert worden. Wir bitten und hoffen auf viele Unterstützerunterschriften aus ganz Deutschland und den Rest der Welt.

Damit es unser Neuendorf und bezahlbar bleibt!

Petition

hier anklicken und direkt zur Onlinepetition

 

IMG_0121.jpgund in Neuendorf auf der Ostseeinsel Hiddensee. Unsere Interessengemeinschaft möchte Sie über historische und aktuelle Dinge rund um unser traditionelles Fischerdorf Neuendorf informieren.

Wir haben uns in einer Interessengemeinschaft organisiert, um eine künftig eine Regelung unserer seit fast 150 Jahren ungeklärten Grundstücksfragen zu erreichen.

Informieren Sie sich über die Historie, die Gegenwart und unserer Pläne, Vorschläge und Initiativen für das südlichste Inseldorf auf der Insel Hiddensee.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf unserer Internetseite und bei uns in Neuendorf

Ihre Neuendorfer