IMG_0121.jpgund in Neuendorf auf der Ostseeinsel Hiddensee. Unsere Interessengemeinschaft möchte Sie über historische und aktuelle Dinge rund um unser traditionelles Fischerdorf Neuendorf informieren.

Wir haben uns in einer Interessengemeinschaft organisiert, um eine künftig eine Regelung unserer seit fast 150 Jahren ungeklärten Grundstücksfragen zu erreichen.

Informieren Sie sich über die Historie, die Gegenwart und unserer Pläne, Vorschläge und Initiativen für das südlichste Inseldorf auf der Insel Hiddensee.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf unserer Internetseite und bei uns in Neuendorf

Ihre Neuendorfer

Hier der Abdruck des Briefes an die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt Stralsund.

Wir möchten hiermit nochmals ein Angebot zu Gesprächen machen. Es muss doch möglich sein, eine außergerichtliche Lösung herbeizuführen, denn nach 5 Jahren Prozessführung hat sich gezeigt, dass Gerichte hier keine Lösung finden können.

Offener Brief

an alle Bürger der Stadt Stralsund,

an die Mitglieder der Bürgerschaft und

an alle Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters

der Hansestadt Stralsund

 

Neuendorf, den 13.04.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

seit Jahrzehnten bestehen zwischen den Einwohnern von Stralsund und Hiddensee enge Beziehungen. Fast jeder in Neuendorf lebende Einwohner hat in Stralsund gelernt, dort ein Gymnasium oder eine Fachschule besucht oder in einem Betrieb gearbeitet. Viele Neuendorfer Jugendliche lernen, arbeiten und wohnen auch jetzt in der Stadt.

Die Beziehungen zwischen Stralsund und Hiddensee sind aber nicht erst nach dem Krieg entstanden, sie reichen viel weiter zurück. Schließlich stellte Stralsund, mit seinem Hafen, über Jahrhunderte die einzige Verbindung der Hiddenseer zum Festland her. Vielfältige Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil sind entstanden.

So haben die Stralsunder Stadtvertreter, als ihnen noch die ganze Insel gehörte, den Neuendorfer Fischern das Überleben auf der Insel gesichert. Sie verkauften ihnen Land für ihre Häuser und verpachteten ihnen Weide und Ackerflächen für das Vieh. Die Preise für den Kauf und die Pacht waren an die Einkommensmöglichkeiten der Neuendorfer angepasst, so waren sie in der Lage das ganze Land von der “Heiderose” bis zur Südspitze gemeinsam zu pachten. Unsere Vorfahren fühlten sich sicher.

 

Heute ist das leider anders.

Seit fünf Jahren werden alle Neuendorfer von den Vertretern der Hansestadt Stralsund auf Nutzungsentschädigung verklagt. Es geht darum höhere Einnahmen für die Stadt zu erzielen. Deshalb wurden alle Pachtverträge ersatzlos gekündigt. Das Haus und das Land darunter sind zwar unser Eigentum, die Wiese rundherum gehört uns aber nicht, dafür wollen wir Verträge.

Wir möchten Sie bitten, diesem Streit ein Ende zu setzen.

Lassen sie uns gemeinsam die Anwälte beauftragen, Verträge zu erarbeiten die der Stadt Stralsund, der Gemeinde Insel Hiddensee und den Besitzern der Hausgrundstücke gerecht werden! Verträge die allen Grundstücksbesitzern gleiche Recht und Pflichten einräumen. Verträge, die den Neuendorfern und ihren Familien auch in 50 Jahren ein Leben in ihren Elternhäusern ermöglichen.

 

Die Einwohner von Neuendorf, Insel Hiddensee

 

Offener Brief nach Stralsund

Der Kampf um Hiddensee

 

so lautete der Artikel von Herrn Fischer in der Ostseezeitung vom 25.3.2014.

Ich möchte mich auf diesem Wege für die vielen unterstützenden Zuschriften bedanken.

Leider scheinen die Stralsunder Stadtvertreter diesen Artikel nicht gelesen zu haben, denn sie ignorieren unsere Situation noch immer.

In diesen Tagen bekommen viele Neuendorfer wieder Post vom Gericht!!!

Obwohl alle Gerichte immer wieder zu Vergleichsverhandlungen aufrufen, können diese nicht durchgeführt werden. Die Vertreter der Hansestadt Stralsund, das ist nicht die Bürgerschaft, sonder die Verwaltungsangestellten der Stadt, lehnen wie ein bockiges Kind alle Verhandlungen ab. Da nutzt es auch nichts, wenn sich die Hiddenseer Grundstücksbesitzer und die Vertretung der Insel Hiddensee für diese Verhandlungen einsetzen. Knackpunkt ist nämlich, dass die Ergebnisse solcher Verhandlungen bindend für alle Beteiligten sind. Deshalb wollen die Stadtvertreter diese Verhandlungen nicht und verklagen uns lieber alle zwei Jahre.

Es stehen Wahlen an!

Hiermit möchten wir alle Stralsunder Bürger aufrufen, dass Thema Neuendorf auf die Tagesordnung zu setzten damit wir endlich zu zukunftssicheren Verträgen kommen.

Danke

C. Leschner

Sehr geehrter Herr Dr. Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund,
dass wir uns nun mit einem offenen Brief an Sie und an die Öffentlichkeit wenden, hat zum einen mit den großen Sorgen und Problemen der Eigentümer und Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes Neuendorf, unserem Engagement für die Bewahrung der einzigartigen Kultur dieses Ortes für das Land Mecklenburg-Vorpommern sowie die Besucherinnen und Besucher unseres Landes und der Insel Hiddensee zu tun, zum anderen damit, dass Sie, geehrter Herr Oberbürgermeister, seit mehr als vier Jahren jegliches Gespräch sowohl mit den Einheimischen Bürgern des Ortes Neuendorf, als auch mit den Vertretern der Gemeinde Insel Hiddensee, ablehnen.
Worum geht es?
Nach der Wiedervereinigung ist die Stadt Stralsund und die Gemeinde Insel Hiddensee zum jeweils hälftigen Eigentümer der Grundstücke in Neuendorf geworden.
Um kurz weiter in die Historie zu gehen, muss man wissen, dass es seit Generationen den Neuendorfer Bürgerinnen und Bürgern nicht möglich war, den Grund und Boden um ihre Häuser käuflich zu erwerben. Weder die Kirche in Kloster/Stralsund noch die Gegebenheiten zu DDR – Zeiten ergaben die Möglichkeit des Kaufes. Nun war das bis zum Jahre 2000 auch nicht das ganz große vordergründige Problem, denn die Neuendorfer konnten mit den bis dahin gegebenen Umständen leben und pflegten nicht nur Ihre gepachteten Flächen, sondern auch anliegenden Flächen. Neuendorf war ein ansehnlicher, gepflegter und besinnlicher Ort und sehr beliebt bei Urlaubern. Die Neuendorfer wussten auch, dass sie eines Tages (nach dem das Sachenrechtsbereinigungsgesetz nicht zur Anwendung kam) mit Pachterhöhungen rechnen mussten. Deshalb waren sie zu jeder Zeit bereit, sowohl mit der Gemeinde Hiddensee als auch mit der HST Stralsund Gespräche zu führen, um  eventuell auch endlich kaufen zu können, oder dass es zu beiderseitig abgestimmten vertretbaren neuen Pachtverträgen kommen könnte.
Sie Herr Oberbürgermeister ließen mit Ihrem Partner, die Gemeinde Insel Hiddensee, ein Gutachten über Grundstückpreise im Ort Neuendorf anfertigen. Die Gutachter sahen in einem gründlich und nach bundesdeutschen Normen erstelltem Gutachten Probleme darin, dass es keine Bodenrichtwerte gab. Es musste also mehr oder weniger ein Kompromiss gefunden werden.
Sie, Herr Oberbürgermeister, lehnten eine sachliche Diskussion dieses Gutachtens ab. Im Gegenteil, Sie ließen ein Flugzeug über den Ort Neuendorf fliegen, Fotos von den Grundstücke machen und forderten von diesem Tag an die Bürger von Neuendorf auf, nicht nur die neue Pacht zu zahlen, sondern auch alle Flächen über die tatsächlich genutzten Flächen hinausmit zu bezahlen, die die Bewohnerinnen und Bewohner zum Wohle der geschichtlichen Kultur und des Aussehens des Ortes pflegten.  Ohne Wissen der Gemeinde Hiddensee (dem Miteigentümer der Grundstücke) reichten Sie gegen die Einwohner Klagen ein. Bis zu 3 Jahren rückläufig fordern Sie nun mit Anwälten und Gerichten die niemals abgestimmten, sondern im Alleingang erzielten Pachten ein.
Mit dem offenen Brief möchten wir die Öffentlichkeit auch über andere Tatsachen informieren. Sie; Herr Oberbürgermeister, schrieben am 22.11.2011 an den Bundestagsabgeordneten, Herrn Dr. Gysi, der sich für die Interessen der Neuendorfer einsetzte und einsetzt:“ Mehrfach haben Gespräche an meinem Tisch mit der Interessengemeinschaft stattgefunden“. Doch nie haben solche Gespräche bei Ihnen am Tisch des Oberbürgermeisters statt gefunden,  schon gar nicht im Ort Neuendorf oder auf der Insel, obwohl Sie viele Male eingeladen wurden.
Die Neuendorfer waren immer bereit zu Gesprächen und zu Lösungen. Sie wollen sich aber nicht länger kampflos dieser Situation hingeben und rufen nunmehr die Öffentlichkeit auf, ihnen zu helfen, um den Oberbürgermeister der HST Stralsund an den Verhandlungstisch zu bekommen.
In einem ZDF Interview anlässlich eines sehr aussagefähigen Beitrages zur Situation in Neuendorf und zu diversen anderen Anlässen hat sogar der Innenminister des Landes Mecklenburg Vorpommerns deutlich gemacht, dass er jeglicher Einigung in der Pachtangelegenheit zustimmen würde.
Selbst die Richter am Oberlandesgericht und Landesgerichten mahnen die Vertreter der HST, endlich der Durchführung eines Mediationsverfahrens zuzustimmen.
Wir wenden uns auch an die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt Stralsund direkt mit unserer Bitte um Unterstützung.
Der Oberbürgermeister und die Bürgerschaft der Stadt möchten mit allen Mitteln die erwähnten Pachteinnahmen aus Neuendorf erzielen. Wir reden von 40 T€, weil der Stadt nur 50% zustehen, die anderen 50% bekommt die Gemeinde (die aber durch den Bürgermeister sofort zu Gesprächen bereit war). Von den im Finanzplan der Hansestadt stehenden Geldern hat die Stadt bis heute nicht ein einziges Mal die volle Summe eingenommen. Unzählige Gerichtskosten verursachten durch die Stadt Mahn –und Bearbeitungsgebühren und Fahrkosten des zuständigen Anwalts aus Berlin verschlangen Jahr für Jahr die geplanten Einnahmen auf ein reduziertes Guthaben.
Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, möchten Ihre Stadt verschönern und beispielweise das Ozenaeum erweitern. Der Innenminister gibt für dieses Projekt nur Geld frei, wenn die Stadt weitere Einnahmen vorweist. Aber die Stadt nimmt nicht ein, sie verbrennt an sinnloser Stelle Geld. Würde der Oberbürgermeister und die Bürgerschaft dem Verkauf der Neuendorfer Grundstücke zustimmen, würde sich binnen kürzester Zeit die Kasse füllen. Viele von Ihnen, vor allem die Segler, kommen Jahr für Jahr nach Neuendorf und genießen das „söden lenecken“ , diesen wunderschönen, von der Natur und seiner beispiellosen Kultur begünstigten Ort. Genau diese Schönheit und Besonderheit werden durch eine sinnlos überhöhte Pacht nach und nach zerstört werden.
Das erste traurige Fazit dieser Politik ist, dass die Neuendorfer nicht mehr die ungenutzten Flächen pflegen können, weil sie einfach die Pacht nicht aufbringen können. Ein Ort, der zu 80% von der Sommervermietung lebt, stößt an seine Grenzen, er beginnt zu verwildern. Doch es gibt in Stralsund einen Richter, der ein neues Gutachten in Arbeit gegeben hat, in dem sehr übersichtlich in Nutz- und Pflegefläche unterteilt wird und somit die Pachten unterschiedlich bewertet werden. Dennoch ist die Hansestadt umgehend durch ihren Anwalt gegen diese Gutachten vorgehen und sie besteht auf ihr eigenes und zerstörendes Gutachten.
Liebe Stralsunderinnen und Stralsunder, meine Damen und Herren, verehrte Medien unseres Landes, wir bitten Sie, die die 280 Einwohnerinnen und Einwohner des Ortes Neuendorf und seine zauberhafte geschichtliche Besonderheit zu unterstützen. Sylt hat gezeigt, wohin ein Inselort geführt wird, der ausgeblutet und seiner Geschichte beraubt wurde. Die Neuendorfer möchten nicht gezwungen werden, Ihr Hab und Gut zu verkaufen, sie möchten nicht irgendwo anders neue Existenzen aufbauen müssen, sie wollen weiterhin in ihrem Ort leben und ihre Grundstücke pflegen und an die Kinder und Kindeskinder weiter vererben.
Bitte schauen Sie auch auf die Web – Seite: www.neuendorf-hidensee.de Dort finden Sie weitere, wichtige Details zur Situation im Pachtstreit mit der HST Stralsund. Zu Fragen stehen Ihnen selbstverständlich die Mitglieder des  Neuendorfer Grundstückvereins zur Verfügung.
Wir hoffen auf Ihre Unterstützung.

Die Zeit vergeht,

nur eine Lösung des Neuendorfer Grundstücksproblems ist noch immer nicht in Sicht.

Die politisch Verantwortlichen drücken sich um Ihre Verantwortlichkeit! Das betrifft die Abgeordneten der Bürgerschaft Stralsund, der Landesregierung und der Bundesregierung mit einer Ausnahme, die Partei die LINKE ist in allen Parlamenten um Lösungen bemüht!

Alle Angebote von Seiten der Gemeinde Insel Hiddensee und des Grundstücksvereins werden starrsinnig abgelehnt. Ein Schlichter der Verhandlungen leitet, eine gerichtliche Mediationsverhandlung und alle Güteangebote sind unbeantwortet geblieben oder es wird verweigert diesen Weg zu gehen.

Das geschieht mit unterschiedlichen Begründungen.

Es sollen Gerichtsurteile, Wahlen oder Widersprüche abgewartet werden. Nur mittlerweile sind dutzende Urteile rechtskräftig ergangen und der Innenminister MV hat seine Unterstützung zugesichert. Das Einzige was aus Stralsund kam, sind neue Klageschriften!!!

Uns ist klar, was die Stadtverwaltung erreichen will.

Man möchte jedes Jahr Millionen für das Land von den Neuendorfern erpressen. Dazu dient der systematische Psychoterror, mit immer neuen Klagen und Forderungen sollen die Neuendorfer von ihren Grundstücken vertrieben werden.

Uns ist unklar, wie die Sozialdemokraten und die Christdemokraten und die Grünen dieses frühkapitalistische Vorgehen  zulassen können und so den Titel, den ihre Parteien im Namen trägt als Lüge hinstellen! Darauf werden wir sie bei der Kommunalwahl hinweisen!

Wir werden uns nicht einschüchtern lassen und nicht unser ererbtes Grundstück verkaufen, nur weil die Stadtvertreter Stralsunds meinen, hier sind Millionen zu machen.

Deshalb haben wir nochmals einen offenen Brief an alle politisch Verantwortlichen geschrieben.

der Vorstand der IG Grundstücksfragen e.V.

Sehr geehrter Herr Meyer,
in Vertretung aller in Neuendorf anwesend gewesenen Mitglieder der Stralsunder LINKS Partei möchte ich mich und sicherlich auch im Namen der vielen Neuendorfer, bei Ihnen noch einmal recht herzlich für Ihren Besuch im Rahmen der Klausurtagung bedanken.
Es war, so sehe ich das, ein wichtiger Schritt in Richtung gemeinsamer Schulterschluss gegen die wenigen Quertreiber in der HST, die kein Interesse an einer gütigen und alle befriedigende Lösung im Grundstückstreit haben möchten.
Ein weiteres wichtiges Signal war und ist auch, dass mit Herrn Holter und Herrn Dr. Brie wichtige Vertreter aus der Landeshauptstadt mit in Neuendorf waren und sie damit Ihre Verbundenheit zu den Einwohnern signalisiert haben. Dafür Ihnen allen noch einmal ein recht herzliches Danke Schön.
Dank auch an unsere Juristen, Herrn RW Dr. Zierau und Herrn RW Struck, die, wie ich finde, sehr deutlich die gegenwärtige Situation analysiert haben.
Wir sind, so denke ich, alle auf einem guten Weg. Nur nachlassen dürfen wir nicht, denn der Weg ist nach wie vor steinig uns staubig.
Bis demnächst und freundliche Grüße
Holm Freyer

Wahl 2013 – HIDDENSEEpartei und die Partei Die Linke – kleine und große Politik auf Hiddensee
Eine Informationsveranstaltung zu Neuendorfer Grundstückssorgen, Hiddenseer Perspektiven und zur Bundestagswahl fand gestern, am 17.09. im Zeltkino in Vitte statt.

 

Für die LINKE waren Helmut Holter, von der Landesregierung, Frau Kerstin Kastner, die sich um ein Direktmandat im Bundestag bewirbt und Herr Meyer von der Bürgerschaft Stralsund anwesend.

Die HIDDENSEEpartei wurde von Dr. Ulf Müller, Ulrike Wachsmuth, Thomas Gens und anderen Vertreten.   Herr Mehrwald führte durch die Veranstaltung.

Viele Hiddenseer waren gekommen, das Kino war fast voll.

 

Nach den Ausführungen der Gäste und der Gastgeber konnte das Publikum Fragen stellen, dabei wurden auch unbequeme Fragen gestellt, z.B. warum die Politiker sich nur immer vor Wahlen auf Hiddensee blicken lassen. Eine plausible Antwort auf diese Frage gab es nicht, war sicher auch nicht nötig.

Bei allen Anwesenden war aber Einigkeit in der „Neuendorffrage“ zu hören. Eine Lösung des Problems die allen Seiten gerecht wird ist schnellstens anzustreben.

Herr Dr. Gysi schicket noch einen Gruß auf den Rechner von Herrn Holter.

 

Gruß von Dr. Gregor Gysi

 

 

 

Offner Brief

 

Wie haben unsere Vorfahren früher auf Hiddensee gelebt?

So lautete das Motto des Museumstages unseres Heimatmuseums in Kloster auf Hiddensee.

 

Bestimmt war es nicht einfach. Das Leben war hart und die Arbeit schwer, reich sind sie hier auf Hiddensee nicht geworden, es reichte zum Leben. Das bescheidene Fischerhaus wurde meist von drei Generationen bewohnt, so ist es zum Teil noch heute. Der Gemeinschaftssinn der Hiddenseer war vor allem der Einsicht geschuldet, das keiner allein auf der Insel überleben konnte.

Die beiden Fischpartien der Neuendorfer wurden gegründet, weil die Arbeit mit den Reusen nur gemeinschaftlich zu machen war. Die Arbeit hat den Lebensalltag bestimmt. Zusammen wurden die Häuser errichtet, die Kühe geweidet, gefeiert und getrauert. Sicher gab es nicht nur Friede, Freude und Eierkuchen, es gab auch Schwierigkeiten und Streit. Aber auch diese Probleme wurden gemeinschaftlich gelöst.

 

Leider ist uns dieser Gemeinschaftssinn auf Hiddensee fast vollständig verloren gegangen! Nicht Gemeinsamkeiten sondern Gegensätze werden gepflegt. Nicht die Sorgen und Nöte des Nachbarn anhören oder gar verstehen, sondern sich von ihm abgrenzen. Mit Worten und Taten die eigene Überlegenheit demonstrieren. Selbstsüchtiges und egoistisches Denken bestimmt heute das Handeln vieler Mitbürger. Meinungsverschiedenheiten werden nicht im persönlichen Gespräch beendet, sondern es werden Halbwahrheiten  im Internet auf anonyme Art „gepostet“.

 

Eine unendliche Spirale!

Das führt dazu, dass wir nicht mehr miteinander reden und Argumente austauschen können. Unsere Vorurteile werden größer mit jedem neuen Artikel der irgendwo in den Medien erscheint und uns das Gefühl gibt, ihr seid die Bösen, aber wir sind die Guten.

 

So wird in den Medien das Bild von den renitenten Neuendorfern verbreitet, die einfach ihre Pacht nicht an Stralsund bezahlen wollen. Geschieht ihnen recht, dass sie jedes Jahr vor Gericht gestellt werden.

Nur wenige Mitbürger kommen auf den Gedanken, das diese Art des Umganges der Amts- und Stadtverwaltung mit seinen Einwohnern für die Neuendorfer Bürger eine hohe psychische Belastung darstellt.

Dabei gab es und gibt es von Seiten der Neuendorfer wieder und wieder Gesprächsangebote. Einzig die Fraktion DIE LINKE und Gruppe Adomeit der Bürgerschaft Stralsund und die Fraktion Hiddenseepartei achtsame Bürger der Gemeindevertretung Hiddensee ist unserem Gesprächsangebot gefolgt.

Alle anderen politisch Verantwortlichen Gruppen stecken den Kopf in den Sand und wollen nichts mit unseren Problemen zu tun haben!

„Tatenloses Abwarten und stummes Zuschauen sind keine christlichen Tugenden.“,   so sagte es Dietrich Bonhoeffer.

Dies gehört sich auch für Leute, die sich für ein politisches Amt beworben haben und von den Bürgern in dieses Amt gewählt wurden.

 

Es geht uns um die Zukunftssicherheit unserer Häuser und Grundstücke. Unser Pachtverträge wurden vom Amtsvorsteher West-Rügen und von der Stadtverwaltung Stralsund gekündigt und statt neue Verträge mit uns zu verhandeln, werden wir verklagt.

 

Die Neuendorfer haben den Anschein gewonnen, dass es Sinn und Zweck dieser Missachtung zivilen Zusammenlebens ist, sie solange mit Klagen und Forderungen zu überziehen, bis sie oder ihre Kinder aufgeben und ihr ererbtes Elternhaus verkaufen.

Hiermit möchten wir nochmals alle politisch Verantwortlichen zum  gemeinschaftlichen Dialog aufrufen.

Wir bitten alle Parteien sich an einem Rundtischgespräch zu beteiligen. So kann es nicht weitergehen!

 

Vorstand der IG „Grundstücksfragen“ e.V.

 

 

 

 

Persönliche Eindrücke von der Stralsunder Bürgerschaftsversammlung

am 06. Juni 2013 

 

 

Bevor die Sitzung überhaupt begann, wurde zunächst über die Tagesordnung abgestimmt, da mehrere Änderungsanträge vorlagen.

Gleich der 1. Antrag kam von der CDU – der haushaltstechnische Punkt sollte komplett wegfallen. Das wäre fatal gewesen, denn gerade in diesem Punkt ging es um die Belange der Neuendorfer Grundstücksangelegenheiten! Nur aus diesem Grund waren wir ja zu dieser Versammlung angereist – es wäre also schon ein starkes Stück gewesen, wenn dieses Problem von der Tagesordnung gestrichen worden wäre! Wir hatten in dem Augenblick das Gefühl, dass uns Neuendorfern (wir fühlen uns quasi dazugehörig) ein eisiger Wind ins Gesicht bläst und uns mit großer Antipathie begegnet wird!

Glücklicherweise fand dieser Antrag keine Mehrheit und so musste auch die Kleine Anfrage der Fraktion der Links Partei –  „Kosten im Rechtsstreit mit Grundstückpächtern in Neuendorf/Hiddensee „ auf der Tagesordnung bleiben und abgearbeitet werden.

Anfragen in der Sitzung

Stellung zu dieser Anfrage nahm Herr Ranft, Mitarbeiter der Stadtverwaltung Stralsund.

Zunächst mussten wir hören und staunen, dass sich die Stadt Stralsund seit langem mehrfach bemüht hat, mit den Bürgern von Neuendorf eine gütliche Einigung in den Grundstücksfragen herbeizuführen! Als dann die Besuche der Neuendorfer im Herbst 2012 beim Oberbürgermeister (der unfreundliche Empfang bzw. fast zeitgleiche Rauswurf endete ja bereits nach der Begrüßung) und ein Treffen von Kirchenvertretern der Gemeinde Hiddensee im Frühjahr 2013 in Stralsund (der Tenor des Gesprächs war das Statement von Stralsund – unerschütterlich!) angeführt wurden, kann man diese Dreistigkeit kaum fassen.

Unser gesunder Menschenverstand sagt uns, dass Bemühungen anders aussehen, vor allem dass die Neuendorfer nicht immer nur als Bittsteller auftreten, sondern das auch Stralsund auf die Neuendorfer zugeht und sich vor Ort einen Bild macht!!! Aber wie man sieht, hat Stralsund eine völlig groteske Ansicht zu dem Wort „Bemühungen“.

Erst dann hat Herr Ranft distanziert und beamtenhaft steif die Antworten im Eiltempo heruntergespult, so dass kaum jemand die Zahlentiraden auch nur erfassen geschweige denn begriffen hat, was diese Zahlen eigentlich bedeuten!!! Deshalb hätte nun eine Aussprache dazu stattfinden müssen – ein aufmerksamer Vertreter der Links-Partei hatte mit einer Frage bereits nachgehakt. Aber, Sie ahnen es schon, die Abstimmung über eine anschließende Aussprache wurde leider mehrheitlich abgelehnt.

Für uns als Beobachter schon verwunderlich, denn die Damen und Herren, die erst für die Annahme dieses Tagesordnungspunktes gestimmt haben, hätten doch ein gesteigertes Interesse an der Auswertung des Zahlensalates von Herrn Ranft haben müssen. Sie hätten letztendlich schwerlich erkannt, dass Stralsund eben nicht, wie immer behauptet, den größten Nutzen aus den Klageverfahren gezogen hat, sondern bisher mitunter erhebliche Einbußen hinnehmen musste. Allem Anschein nach ist dieses Verhalten wohl darauf zurück zu führen, dass das heißersehnte Urteil des Richters  Dr. Jasperson vom Vortag wegen Krankheit nicht verkündet werden konnte. Es will sich niemand wirklich positionieren und das Problem aktiv lösen – wir sitzen sprach- und machtlos auf den Stühlen und haben uns dann gesagt: So das war’s, im Osten nichts Neues – fahren wir wieder nach Hause – natürlich enttäuscht und frustriert.

Familie Freyer

Auf Ihrer Homepage hat die Fraktion der achtsamen Demokraten Die Hiddenseepartei einen Steitbeitritt zugunsten der Neuendorfer und Hiddenseer Interessen angekündigt.

Der Beschluss steht am kommenden Donnerstag um 19.00 Uhr in der Gemeindevertreterversammlung in Neuendorf auf der Tagesordnung. Grundlage ist der Antrag des Bürgermeisters Thomas Gens.

Hier die Informationen dazu auf den Internetseiten der Fraktion und der Bürgermeisters

achtsame demokraten Die Hiddenseepartei

Homepage Bürgermeister Gens